Einfache Frühbeete baut man in Ost -West - Richtung,
damit die Fensterneigung nach Süden zeigt, und
Doppelfrühbeete in Nord - Süd - Richtung. Die Pflanzen in den
Doppelfrühbeeten fühlen sich wohler als die in den einfachen,
weil sie von der intensiven Mittagssonne nicht so stark getroffen
werden. Die Sonnenstrahlen können nur vor - und nachmittags
rechtwinkelig durch das Glas fallen.
Nun müssen neue Arbeitsgeräte beschafft und die alten ausgebessert werden.
Als Vogelfutter darf man keine Kartoffeln und auch kein Brot
auslegen. Größere Speckschwarten sind ebenfalls ungeeignet,
auch Möhren oder andere Gemüseabfälle. Wenn die
Vögel diese Stoffe im gefrorenen Zustand fressen, kommt es bei
ihnen zu Darmkrankheiten, die in den meisten Fällen zum Tode
führen. An großen Speckschwarten verkleben sich kleine
Vögel oft die Flügelfedern, was die Flugfähigkeit
beeinträchtigt.
Bei Mangel an Komposterde und verrottetem Stalldünger
kann man im Laufe des Februars einen Torfschnellkomposter herstellen,
der schon im Frühjahr verwendbar ist. Dieser Kompost eignet sich
für viele Zwecke im Garten noch besser als Kompost. Ganz gleich ob
wir ihn als Bodenverbesserungs - oder Bodenbedeckungsmittel im Obst -,
Gemüse -,oder Ziergarten verwenden. Um 1 m³
Torfschnellkompost zu erzielen, brauchen wir einen reichlichen Ballen
Torf und etwa 1/3 m³ gewöhnliche Erde. Zum Anreichern mit
Nährstoffen und vor allem auch zur Fördern der Kompostierung
benötigt man 5 kg Kalkstickstoff, 7 kg Thomasmehl und 4 kg
schwefelsaures Kali. Dann bereitet man den Schnellkomposter zu. Zuerst
wird der Torf so gut wie möglich zerkleinert, damit keine Klumpen
mehr bleiben.Dann werden die 3 Dünger gut gemischt und beim
zweimaligen Umschaufeln des gelockerten Torfes gleichmäßig
eingearbeitet. Dieses Torf -Dünger - Gemisch wird dann so
ausgebreitet, das eine gleichmäßige etwa 20 cm hohe Schicht
entsteht. Die Schicht wird mit Wasser stark angefeuchtet. Das Wasser
darf man aber nicht mit einmal, geben. Nach jedem leichten
Überbrausen ist die Schicht mit einer Harke gründlich
durchzuarbeiten. Das wird solange wiederholt, bis der Torf kein Wasser
mehr aufnehmen kann. Anschließend bildet man daraus einen Haufen,
der aber nicht höher als 60 cm sein darf. Der Haufen erhält
nun noch einmal Wasser und wird an allen Sieten mit einer flachen
Schaufel leicht angeklopft. Mit einer etwa 10 cm hohen Erdschicht
völlig eingehüllt, bleibt er 4 Wochen liegen. Danach wird der
Haufen durch dreimaliges Umschaufeln einschließlich der Erddecke
gut gemischt, wieder aufgesetzt und ohne Anklopfen mit einer neuen nur
etwa 3 cm starken Erdschicht versehen. Nach spätestens 3 Wochen
ist der Torfschnellkompost für die oben genannten Zwecke
verwendbar. Vor Gebrauch empfiehlt es sich, ihn durch mehrmaliges
Umschaufeln nochmals gründlich zu mischen.
Wer seinen Rhabarber mit einer Schutzdecke versehen hat, kann
schon in der 2. Hälfte des Februars Maßnahmen ergreifen, die
die Ernte wesentlich verfrühen. Dazu sind frischer Pferdemist und
ein 75 bis 100 cm hohes Faß ohne Boden erforderlich. Anstelle des
Fasses kann man auch eine entsprechende Kiste verwenden. Die im
Dezember / Januar gegebene Schutzdecke wird vorsichtig von einigen
starken Rhabarberpflanzen entfernt. Von ihnen sucht man die mit den
meisten Köpfen heraus und stellt das Faß oder die Kiste
darüber. Anschließend erhält das Faß eine
ungefähr 30 cm starken Mantel aus frischem, sich gut
erwärmendem Pferdemist. Sehr trockener ist anschließend
etwas anzufeuchten. Die obere Faßöffnung wird ebenfalls mit
einer Mistschicht versehen, nachdem man sie mit einem dicken Sack
geschlossen hat. Der auf dem Sack liegende Mist wird entfernt, sobald
der Rhabarber etwa 30 cm lang getrieben hat. Der Sack bleibt aber oben.
Weil sich die Rhabarberstiele im Dunkeln entwickeln, werden sie lang
und zart.
Rhabarber kann man ab Anfang Februar in einem dunklen,
nicht zu
kalten Keller oder in einem ähnlichen Raum zum Treiben aufstellen.
Das lohnt sich aber nur, wo eine oder mehrere recht starke
Rhabarberpflanzen zur Verfügung stehen. Am besten nimmt man die,
die schon sehr alt sind und sowieso durch junge ersetzt werden
müssen. Sie sind so aus der Erde zu graben, das mindestens alle
starken Wurzeln erhalten bleiben. Damit ihr Transport nicht zu
schwierig ist, entfernt man die meiste Erde aus dem Wurzelstock. In
einem möglichst warmen Kellerraum dicht aneinander aufgestellt,
füllt man die Wurzelzwischenräume mit nassem Torf aus. Er ist
laufend feucht zu halten. Je dunkler und wärmer der
Aufstellungsraum ist, um so länger und zarter entwickeln sich die
Blattstiele.
Die Gemüsemieten sind auch im Februar laufend zu
prüfen, damit kein Frost eindringt oder bei mildem Wetter nichts
verfault. Wer im Winter seine Hühner im Garten frei herumlaufen
läßt, muß aufpassen, das sie nicht die Schutzdecke von
der Gemüsemiete scharren. Der entstehende Schaden ist groß,
auch wenn der Frost nur an einer Stelle eindringen kann. Genauso
gefährlich ist eine zu starke Frostschutzdecke wenn sehr mildes
Wetter eintritt, was im Laufe des Februars durchaus möglich ist.
Am besten ist der daran, der ein Mietenthermometer eingebaut hat und
mühelos die Mietentemperatur ablesen kann.
Mildes Wetter macht ständiges Lüften des
Gemüsekellers notwendig. Vor allem darf man das Durchputzen des
Gemüses nicht vernachlässigen. Beide Maßnahmen
verlängern die Haltbarkeit des eingekellerten Gemüses und
schützen vor Verlusten.Auf Haufen geschichtetes muß in
kurzen Abständen umgeschichtet werden. Gemüse, das nicht mehr
ganz einwandfrei ist, sollte man nicht mehr aufbewahren. Es muß
sofort verarbeitet werden.
Die säulenartigen Blattschöpfe der im Keller
eingeschlagenen Zichorien muß man ernten, sobald die Decksubstrat
durchstoßen. Zichoriensalat ist nur schmackhaft und zart, wenn
sich die Blattschöpfe bei völligem Lichtabschluß
entwickelt haben. In einem vollständig dunklen Keller oder anderen
Raum braucht man mit dem Ernten nicht so ängstlich zu sein. Wo das
Licht durch eine Sandschicht abgehalten wird, kann die Ernte nur
hinausgezögert werden, wenn die Abdeckung verstärkt wird. Das
muß aber geschehen, sobald man merkt, das die Blattschöpfe
die bisherige durchstoßen wollen.
Ende Februar legt man Frühkartoffeln zum Vorkeimen in
flache Kisten und stellt sie an einem hellen Ort bei 12 bis 15 Grad
auf. Zum Vorkeimen benötigen die Kartoffeln bei der angegebenen
Temperatur etwa 6 Wochen. Wer warmen Sandboden zur Verfügung hat
und sie schon Ende März ins Freie pflanzen will, muß mit dem
Vorkeimen spätestens Mitte Februar beginnen, auch bei
Aufstellungsräumen mit niedrigen Temperaturen. Wichtiger als die
Temperaturen sind die Lichtverhältnisse. Vorgekeimte Kartoffeln
müssen nämlich kurze kräftige Keime haben, wenn man gute
Ernten erzielen will. In jede Kiste kommt nur eine Schicht. Als
Unterlage erhalten die Kartoffeln eine 2 bis 3 cm starke Schicht
feuchten Torf. Zu beachten ist, das beim Einlegen der Teil nach oben
kommt, der die meisten Augen hat. Mittelgroße Knollen von guten
Frühsorten sind die besten zum Vorkeimen.
Wer Ende Februar in kalte Frühbeete aussäen will,
muß etwa 3 Wochen vorher die Fenster auflegen und mit Strohdecken
bedecken. Die Erde im Frühbeet wurde im Dezember mit einer
Laubschicht bedeckt. Das Laub wird nun herausgenommen und an die
Seitenwände des Frühbeetes gepackt. Es isoliert sie gut und
schützt die späteren Aussaaten gegen große
Temperaturschwankungen. Die Strohdecken rollt man von oben nach unten
über die Frühbeetfenster, so das auch die
Frühbeetwände von innen bedeckt sind. Bei Sonnenschein werden
sie abgenommen, damit die Sonne auf die Fenster wirken und die Erde
erwärmen kann.
Zum packen der warmen Frühbeete ist der frische
Pferdemist oder trockenes Laub rechtzeitig zu beschaffen, so das Mitte
Februar gepackt werden kann. Am besten eignet sich möglichst
kurzstrohiger Pferdemist, wie er aus dem Stall kommt. Dünger, der
länger Zeit in der Dunggrube gelegen hat, ist meist schon
verbrannt und erwärmt sich kaum noch. Der Grund des
Frühbeetes, das gepackt werden soll, darf nicht gefroren sein. Der
Frost würde einen Teil der durch den Mist erzeugten Wärme
verbrauchen. Bevor mit dem Einbringen des Mistes begonnen wird, bedeckt
man den Grund mit einer flachen Schicht möglichst trockenen
Laubes. Nun wird der Mist Schicht für Schicht, jede Gabel gut
gelockert, ganz gleichmäßig so hoch gepackt, das er den Rand
der unteren Frühbeetwand fast erreicht. Leicht angeklopft, bleibt
der Mist fürs erste liegen. Langstrohiger muß etwas
festgetreten werden, damit er mit dicht liegt. Ist er recht trocken,
wird er mit möglichst warmen Wasser übrtbraust, bis er
richtig feucht ist. Anschließend erhalten die
Frühbeetwandungen außen einen Umschlag von Dünger oder
Laub. Auf das Frühbeet legt man nun Fenster und Strohdecken oder
Rahmendecken. Sie werden nur bei Sonnenschein entfernt.
Sobald sich die Düngerschicht im warmen Frühbeet
erwärmt hat, wird es durch Aufbringen von Laub und Erde pflanz -
oder säfertig gemacht. Zuvor tritt man die Mistschicht ohne
Rücksicht auf ihre Struktur gleichmäßig fest und
glättet die Oberfläche durch Klopfen mit einer Schaufel. Die
anschließend aufgebrachte, etwa 5 cm starke Laubschicht
verhindert die Entwicklung von Mistpilzen. Außerdem bleibt das
Frühbeet länger warm. Den Abschluß bildet die
Erdschicht, in die gesät oder gepflanzt werden soll. Dazu nimmt
man gut gepflegte Komposterde, die aber nicht fein gesiebt wird. Wir
geben sie nur durch den Durchwurf, damit die groben Bestandteile sowie
Steine und andere Fremdkörper ausgesondert werden. Gefroren darf
die Erde nicht sein, weil sie dem Frühbeet zuviel Wärme
entzieht. Darum wird sie aus der Mitte des Erdhaufens genommen. Nach
dem Aufbringen der Erde wird das Frühbeet wieder gegen kalte
Außentemperaturen geschützt und nur bei Sonnenschein
aufgedeckt.
Das warm gepackte Frühbeet besetzt man Ende Februar mit
vorkultivierten Salatpflanzen und sät Radieschen als
Zwischenkultur. Das Frühbeet ist zum Bepflanzen fertig, sobald
sich die aufgebrachte Erdschicht erwärmt hat. Die
Erdoberfläche ist mit einer Holzharke sauber zu ebnen. Dann
markiert man mit Hilfe einer Schnur oder eines Reihenziehers die
Reihen. Wenn das Frühbeet mit Normalfenster (1,50 m) bedeckt ist,
beträgt seine Nutzbreite etwa 1,40 m. Da der Salat 0,20 m weit
gepflanzt werden muß, werden 7 Reihen gezogen. Auch auf den
Reihen wird mit je 0,20 m der Pflanzenabstand markiert. Bei einem
kleineren Abstand entwickeln sich keine normalen Salatköpfe.
Dasselbe Übel tritt bei zu tiefem Pflanzen ein. Der Salat darf
nach dem Pflanzen auf keinen Fall tiefer stehen, als er im Pikierbeet
oder im Topf gestanden hat. Meist haben die Pflanzen noch ihre
Keimblätter. Wenn sie nach dem Pflanzen dicht über der Erde
stehen, dann hat man richtig gepflanzt. Die Zwischenräume kann man
mit Radieschen ausnutzen. Alle 5 bis 6 cm legt man ein Samenkorn in die
Mitte zwischen den Salatreihen. Die einzelnen Körner drückt
man gleich beim Auslegen mit dem Finger 1 cm tief in die Erde. Vom
Salat beschafft man sich in einer Gärtnerei Pflanzen einer
Treibsorte.
In günstigen Jahren kann man Kopfsalat auch Ende Februar
in kalten Frühbeete pflanzen, wenn die Erde völlig frostfrei
ist. Das Frühbeet muß darauf vorbereitet werden sein. Sobald
sich die Erdoberfläche bearbeiten läßt, gräbt man
die Erde, weil sie durch die Schutzschicht wieder fest geworden ist.
Bei dieser Gelegenheit ist eine Humusgabe in Form von Torf oder
halbverrottetem Stalldünger nachzuholen, falls es im Herbst
versäumt wurde. Kopfsalat dankt das durch üpiges Wachstum.
Das kalte Frühbeet wird zum Pflanzen genauso vorbereitet wie das
warme und auch so bepflanzt (Pflanztiefe beachten). Allerdings darf man
keine Treibsalat - Sorte verwenden. Maikönig eignet sich am besten
für kalte Frühbeete. Die Zwischenkultur (Radieschen) ist im
kalten Frühbeet ebenfalls möglich. Tritt nach dem Bepflanzen
noch stärkerer Frost auf, der mit Stroh oder Rahmendecken nicht
ganz abzuhalten ist, dann schadet es dem Salat nicht. Die Sorte
Maikönig hält auch einige Kältegrade aus, wenn die
Pflanzen gut abgehärtet waren. Es färben sich höchstens
die Blätter rot, was sich aber im Wachsen schnell verliert.
Spinat, Rettiche und Radieschen sät man in kalte
Frühbeete oder Wanderkästen aus, sobald die Erde frostfrei
und bearbeitbar ist. Spinat wird mit einem Reihenabstand von 15 cm
ausgesät. Der Samen muß so dünn ausgestreut werden, das
je m² Aussaatfläche nur etwa 5 g zu liegen kommen, sofern das
Saatgut voll keimfähig ist. Radieschen werden am besten einzeln
ausgelegt.
Zur Aussaat in kalte Frühbeete eignen sich nur runde
oder kurze Möhrensorten, wer recht frühe Ernte erzielen will.
Zur Frühbeetaussaat und als Zwischenkultur eignen sich
nur Radieschensorten mit kurzer Entwicklungszeit und möglichst
kleinem Laub.
Wer von Zwiebeln im ersten Anbaujahr recht große
Exemplare erzielen will, sollte in ein kaltes Frühbeet zur Anzucht
von Pflanzen aussären. Zum Aussäen von Zwiebeln wird das
Frühbeet nicht umgegraben. Auch die Stalldüngergabe muß
wegfallen. Die Erde arbeitet man nur mit einem Grubber durch. Nach dem
Harken wird breitwürfig ausgesät, aber so dünn, das je
m² höchstens 5 g gut keimendes Saatgut zu liegen kommt.
Anschließend nur schwach mit Erde bestreut, wird die
Aussaatfläche mit einer flachen Schaufel angeklopft. Das
Frühbeet bleibt bis zum Keimen der Samen mit Strohdecken
zugedeckt, wenn in dieser Zeit die Sonne nicht scheint. Da Zwiebelsamen
nur 1 Jahr keimfähig bleibt, ist eine Keimprüfung vor der
Aussaat dringend anzuraten.
Frühe Kohlrabiernten erzielt man von Pflanzen, die ab
Ende Februar in einem kalten Frühbeet aus Samen gezogen wurden.
Wenn die Witterungsverhältnisse die frühe Aussaat zulassen,
hat man schon Mitte April kräftige Kohlrabipflanzen. Das
Vorbereiten der Aussaatfläche erfolgt wie oben bei der
Zwiebelaussaat. Kohlrabi wird ebenfalls breitwürfig ausgesät.
Je m² dürfen aber nicht mehr als 4 g ausgestreut werden. Die
Schutzmaßnahmen gegen niedrige Temperaturen entsprechen ebenfalls
denen der Zwiebelaussaat.
Ab Mitte Februar kann man auch Kopfsalat im kalten
Frühbeet aussäen, wenn das die Witterungsverhältnisse
erlauben und die Erde frostfrei ist. Die ausgestreute Saatgutmenge darf
je m² nur 1 bis 2 g betragen, wenn man brauchbare Pflanzen
erzielen will. Sonst arbeitet man wie bei der Zwiebel - und
Kohlrabiaussaat. Wer unter Mäusen zu leiden hat, muß
sofort im Frühbeet Mausefallen aufstellen, weil sie Salatsamen
besonders gern fressen.
Engmaschiges Drahtgeflecht ist das beste Mittel, um
Frühbeete gegen das Eindringen von Maulwürfen zu
schützen. Maulwürfe sind schon im Freiland sehr lästig.
Im Frühbeet aber noch viel mehr. Dort können sie erheblichen
Schaden anrichten. Zum Auslegen des Maschendrahtes wird die
Frühbeeterde ausgeschaufelt und danach wieder eingefüllt.
Beim Verlegen des Drahtgeflechtes ist darauf zu achten, das es mit den
Frühbeetwänden gute Verbindung erhält. Es darf nicht die
kleinste Lücke entstehen. Gut verzinkter Draht bleibt in der erde
sehr lange wirksam.
Zwiebel - und Möhrensamen sollte man vor der Aussaat als
Schutz gegen die Zwiebel - und Möhrenfliege mit einem
Inkrustierungsmittel behandelt. In manchen Jahren richten die Larven
der genannten Schädlinge so großen Schaden an, das man bei
Zwiebeln überhaupt keine Ernte und bei den Möhren keine
gesunde Wurzeln erhält. Durch mit Inkrustierungsmittel behandelte
Samen wurden sehr gute Erfolge erzielt. Die Angaben des Herstellers
sind genau zu beachten.
Im Februar noch nicht verbrauchte Trockenbohnen und
Trockenerbsen setzt man Temperaturen von 25 Grad aus, um eventuell
vorhandene Bohnen - bzw. Erbsenkäfer abzutöten. Bei diesen
Temperaturen verlassen die Käfer in kurzer Zeit die
Samenkörner, so das man sie vernichten kann. Doch darf man sie
nicht entwischen lassen. Darum müssen die Behälter dicht
schließen. Nachdem man das Auskriechen der Käfer
festgestellt hat, siebt man sie von den Körnern ab. Wer gegen die
Schädlinge nicht rechtzeitig vorgeht, fördert die
Ausbreitung. Die Käfer legen ihre Eier an den jungen Hülsen
der Erbsen oder Bohnen. Die Larven bohren sich in die zarten Samen ein
und nähren sich davon. Als Saatgut sind diese Bohnen oder Erbsen
dann nicht mehr brauchbar, weil meist der Keim beschädigt wird,
doch eignen sie sich oft noch zum Kochen, wenn sie von Käfern frei
gemacht worden sind.
Leichter Boden in sonniger Lage, der frostfrei ist, kann
schon ab Ende Februar für Freilandaussaaten vorbereitet werden.
Das im Herbst gegrabene Land wird nur mit dem Grubber bearbeitet, also
nicht nocheinmal gegraben. Bevor man das Land betritt, werden die Beete
abgesteckt und die Wege getreten.
Die Gemüsebeete sollten alle einheitlich breit sein, und
zwar so, das man die Arbeiten bequem durchführen kann. Die normale
Beetbreite beträgt 1,50 m. Davon entfallen auf den Weg 0,30 m, so
das als Nutzfläche 1,20 m übrig bleiben. Bei dieser Breite
kann man von beiden Seiten ohne große Mühe bis zur Mitte des
Beetes reichen. Das ist bei breiteren Beeten unmöglich. Schmalere
sind Landverschwendung, weil bei ihnen das Verhältnis zwischen
Nutzfläche und Weg ungünstig ist. Die angegebenen Maße
sind auch dort anzuwenden, wo das Landstück mit ihnen nicht
aufgeht. In diesen Fällen legt man am Schluß eine Rabatte
an, die das Gemüse aufnimmt, das nur in kleinen Mengen angebaut
werden soll. Für einjährige Gewürzkräuterpflanzen
ist ein schmaler Streifen sehr oft erwünscht.
Die Beetwege im Gemüsegarten dürfen nur getreten
werden. Das Ausschaufeln ist in jedem Falle zu verwerfen. Es kommen nur
Wege in Frage, die kaum oder überhaupt nicht tiefer liegen als die
Beetoberfläche. Andernfalls stehen die Randreihen der
Gemüsepflanzen bei sonnigem Wetter immer zu trocken. Das Wachstum
leidet darunter wesentlich. Am besten harkt man die Beete erst nach dem
Treten. Dabei wird noch ein Teil der Erde auf die Wege gezogen und sie
bleiben nicht zu tief. Das ist vor allem bei sehr lockerem Boden
anzuraten.
Bei günstigen Bodenverhältnissen und frostfreiem
Wetter sät man schon in den letzten Februartagen die Pastinaken
aus. Pastinakensamen sind nur im ersten Jahr voll keimfähig. Darum
ist vor der Aussaat eine Keimprobe anzuraten. Der Samen wird nur so
tief in die Erde gebracht, das er gut bedeckt ist. Der Reihenabstand
bertägt 30 bis 40 cm, je nachdem, ob eine kurze oder lange Sorte
angebaut wird. Auf der Reihe ist der Samen so weitläufig zu legen,
das man je m² Anbaufläche mit 2 g auskommt. Bei der
Frühaussaat dauert es etwa 3 Wochen, bis die Pastinaken aufgehen.
Darum streut man bei der Aussaat etwas Radieschensamen in die Rillen.
Die Radieschen gehen bedeutend schneller als die Pastinaken auf.
Dadurch kann man die Erde zwischen den Reihen recht bald lockern.
Puffbohnen vertragen einige Kältegrade. Darum kann man
die Aussaat schon Ende Februar vornehmen, wo das die
Bodenverhältnisse zulassen. Je früher man die Puffbohnen
aussäen kann, um so besser ist der Erfolg. Puffbohnen können
in fortlaufender Reihe oder in Horstsaat ausgesät werden. Der
Reihenabstand muß auf Sandboden, der für die Februaraussaat
in Frage kommt, mindestens 40 cm betragen. Die Saatrillen sind so tief
zu ziehen, das der Samen 5 cm tief in der Erde zu liegen kommt. In der
Reihe legt man alle 8 bis 10 cm ein Samenkorn aus. Bei Horstaussaat, wo
immer 5 Samen ausgelegt werden, beträgt der Abstand auf der Reihe
40 cm.
Nur durch sehr frühe Aussaaten erzielt man bei
Schwarzwurzeln in einem Kulturjahr lange und starke Wurzeln. In
geeigneten Lagen und nach Böden sät man darum schon Ende
Februar aus. Auf ein Normalbeet kommen 5 Reihen. Die Saatrillen
dürfen nur etwa 1 cm tief sein, damit der Samen ganz schwach mit
Erde bedeckt ist. Auf der Reihe wird der Samen so weitläufig
ausgestreut, das je m² Anbaufläche nicht mehr als 3 g zu
liegen kommen. Frisch mit Stallmist versehenes Land ist für
Schwarzwurzeln ungeeignet.
Beim Einkauf von Schwarzwurzelsamen ist auf frisches Saatgut
zu achten, weil es schon im 1. Jahr nach der Ernte wesentlich an
Keimkraft verliert. Schwarzwurzelsamen keimt in etwa 2 Wochen. Da er
schon sehr früh ausgesät werden muß, ist er so
rechtzeitig zu kaufen, das noch Zeit zu einer Keimprobe bleibt. Sie
sollte auf jeden Fall vorgenommen werden, wenn man unliebsame
Überraschungen vermeiden will. Im übrigen darf man nicht
vergessen, das Schwarzwurzeln mindestens 20 cm tief in den Boden
eindringen. Darum zur Aussaat nur Land verwenden, das im Herbst zwei
Spatenstiche tief ( holländern) gelockert wurde.
Wer recht zeitig Möhren ernten will, muß für
die frühe Aussaat runde oder kurze Sorten verwenden. Die Aussaat
von Möhren im Februar führt nur dort zum Erfolg, wo
humusreicher Sandboden in sonniger Lage zur Verfügung steht.
Andernfalls liegt der Samen so lange im Boden, das er faulen kann. Das
ist vor allem dann der Fall, wenn im Quellstadium der Samen anhaltend
naßkaltes Wetter herrscht. Wer diese frühe Aussaat trotzdem
vornehmen will, sollte sich aus Dachlatten ( 4 cm x 6 cm ) einfache
Rahmen bauen und sie mit Kunststofffolie überspannen. Die Latten
nagelt man hochkant zusammen, so das zwischen Folie und
Erdoberfläche ein Raum von 6 cm Höhe entsteht. Die bespannten
Rahmen müssen 1,20 m breit sein, damit sie die ganze Breite eines
Normalbeetes bedecken. Für die Möhrensorten genügen
Reihenabstände von 15 bis 18 cm.
Bei sehr früher Möhrenaussaat ist Markiersaat (
Radieschen oder Salat ) unbedingt erforderlich, damit die
Reihenzwischenräume recht bald gelockert werden können. Die
Aussaatrillen zieht man für die Möhren nur mit dem
Harkenstiel, damit sie nicht zu tief werden. Der Samen darf nach dem
Zuziehen der Rillen nur etwa 0,5 cm mit Erde bedeckt sein. Bevor man
die Rillen zuzieht, wird die Markiersaat eingestreut. Von
Radieschensamen muß sie so weitläufig sein, das nur etwa
alle 8 cm ein Korn zu liegen kommt. Auch der Salatsamen ist nur sehr
sparsam zu verwenden. Damit der Möhrensamen eine innige Verbindung
mit der Erde erhält, wird das besäte Beet nach dem Zuziehen
der Rillen mit einer flachen Schaufel angeklopft.
Zwiebelsamen muß vor der Aussaat unbedingt einer
Keimprobe unterzogen werden, weil er nur im ersten Jahr voll
keimfähig ist. Da Zwiebeln schon Anfang März ausgesät
werden müssen, ist die Keimprobe spätestens Mitte Februar zu
machen. Sie sollte auch bei neu gekauftem Samen nicht unterbleiben,
denn frisches Saatgut von Zwiebeln keimt manchmal auch sehr mangelhaft.
Das ist vor allem dann der Fall, wenn im Erntejahr viel naßkaltes
Wetter war. Zwiebelaussaaten ins Freiland sind auch unter
günstigen Verhältnissen im Februar nicht zu empfehlen.
Sicherer ist die Aussaat ins kalte Frühbeet, so das man im April
pflanzen kann.
Unter günstigen Boden - und Wetterverhältnissen
kann man Ende Februar mit der Aussaat von Palerbsen beginnen, weil sie
wenig frostempfindlich sind. Palerbsen werden auch Schal - oder
Kneifelerbsen genannt. Sie haben im Gegensatz zu den Markerbsen glatte
runde Samenkörner. Markerbsen darf man auf keinen Fall zur
Frühaussaat verwenden. Sie würden bei kaltem Wetter zugrunde
gehen. Erbsensamen müssen so tief gelegt werden, das sie nach dem
Zuziehen der Rillen etwa 5 cm mit Erde bedeckt sind. Hohe Erbsensorten
verlangen einen Reihenabstand von 40 cm und auf der Reihe legt man alle
3 cm ein Korn. Niedrige sind mit 30 cm zufrieden.
Hohe Erbsensorten bringen größere Erträge als
die niedrigen, erfordern aber mehr Aufwand, weil man sie stützen
muß. Wer einfache Reiser verwendet, muß sie recht dicht und
fest stecken. Sie müssen so tief in die Erde gedrückt werden,
das sie auch Winddruck aushalten. Verzinktes großmaschiges
Drahtgeflecht kan man auch mehrere jahre verwenden. Es wird an den
Enden und auch alle 1,50 m mit Stäben aus Holz oder Eisen
befestigt.
Beim Ernten des Grünkohls schneidet man nur die
beblätterten Köpfe ab, damit die Strünke wieder
austreiben können. Soweit Grünkohl noch im Freien steht, sind
die unteren Blattpartien meist gelb geworden und nicht verwendbar. Man
braucht also nur die grün beblätterten Spitzen der Pflanzen.
Wer auf zartes Gemüse im Frühjahr Wert legt, sollte den
Strunk so hoch wie möglich stehen lassen. Dadurch erhält man
zahlreiche Austriebe, die schon geerntet werden können, wenn es
noch kein frisches Gemüse im Garten gibt.
Paprika - und Tomatenpflanzen kann man sich selbst
heranziehen, wenn ein warmer Raum mit einem hellen Fenster zur
Verfügung steht. Mit der Aussaat muß man Ende Februar
beginnen, wenn man die Pflanzen Ende Mai pflanzfertig sein sollen. Die
Selbstanzucht lohnt aber nur, wenn nur einige Pflanzen benötigt
werden oder viel Fensterplatz zur Verfügung steht. Soe müssen
mit Topfballen gezogen werden und brauchen eine ganze Menge Platz.
Ausgesät wird in Blumentöpfe, in denen man die Samen mit 2 cm
Abstand einzeln auslegt. Auf dieser Weise können sie längere
Zeit in den Aussaattöpfen stehen bleiben. Als Aussaaterde kann man
sandige Komposterde nehmen. Nach dem Aufgehen darf nur gegossen werden,
wenn die Erdoberfläche trocken ist.
Die im Herbst an den Obstbäumen angelegten Leimringe
müssen im Laufe des Februars entfernt und entsorgt werden. Dabei
muß man sehr sorgsam vorgehen. Unter dem oberen und unteren
Rändern der Leimringe haben oft andere Schädlinge
Unterschlupf gefunden. Auch Frostspannerweibchen können dort ihre
Eier abgelegt haben. Alle etwa vorhandenen Rindenrisse sind daraufhin
sorgfälltig zu prüfen. Die Stelle über dem Leimring ist
ebenfalls einer Prüfung zu unterziehen, weil es manchen
Frostspinnerweibchen gelungen sein kann, gerade noch den Leimring zu
überkriechen. Um ganz sicher zu gehen, bepinselt man die Stelle,
an der der Leimring gesessen hat und die nähere Umgebung ( oben
und unten ).
Der Winterschnitt des Formobstes soll bewirken, das keine
Astpartien kahl bleiben. Außerdem dient er auch der Erhaltung der
Form. Die Wuchskraft der Sorten bestimmt den Rückschnitt des
einjährigen Triebes. Verlängerungstriebe schneidet man
durchschnittlich auf 6 bis 8 Augen zurück. Starke bleiben etwas
länger und bei schwachen läßt man nur 4 bis 6 Augen
stehen. Soll eine neue Astserie angeschnitten werden, dann muß
man den Haupttrieb dementsprechend lang anschneiden. Die Astserien
stehen im allgemeinen etwa 50 cm auseinander ( Pyramiden ). Über
diesen 50 cm beläßt man dem Trieb noch etwa 6 Augen. Alles
schlecht stehende oder überflüssige Holz wird ganz entfernt.
Schwachtreibende Bäume regt man durch stärkeren
Rückschnitt des einjährigen Triebes zu einen kräftigen
Austrieb an.
Beim Aufbauschnitt junger Obstbäume ist zu beachten, das
ein starker Rückschnitt kräftige Holztriebe hervorbringt.
Daraus ergibt sich die Lehre, das man junge Obstbäume mit
schwachem Wuchs stark zurück schneiden muß, wenn ein starkes
Astgerüst zustande kommen soll. Bäume, die kurz vor dem
Ertragsalter stehen, darf man nicht mehr stark
zurückschneiden.
Der Auslichtungsschnitt an tragfähigen Obstbäumen ist im Laufe des Februars zu beenden.
Weinreben sollte man bei frostfreiem Wetter ab Ende Februar
schneiden, damit keine Saftverluste enstehen. Bei Weinreben setzt die
Saftbewegung sehr zeitig ein. Darum darf man den Schnitt zu lange
verzögern, sonst tritt aus der Schnittfläche Saft aus. Man
sagt auch, die Reben verbluten. Dadurch verliert der Weinstock einen
Teil seiner Aufbaustoffe. Herrscht Ende Februar starkes Frostwetter,
dann schiebt man den Schnitt bis nach der Frostperiode auf. Es kann
sonst passieren, das der Frost durch das Mark der angeschnittenen Rebe
bis zum ersten Auge vordringt und dieses zerstört.
Wer beim Pflanzen im Herbst die Obstbäume nicht
zurückgeschnitten hat, muß das unbedingt im Laufe des
Februars nachholen. Ein späterer Rückschnitt kann unter
Umständen zu Saftverlust führen. Das Schneiden wird nach den
gleichen Gesichtspunkten durchgeführt, wie beim Pflanzen im
Oktober.
Bei frühblühenden Obstbäumen kann man den
Austrieb in frostgefährdeten Lagen verzögern, wenn die Erde
mit Stroh oder ähnlichem Material bedeckt wird. Als einfaches
Mittel, die Blütezeit der Obstbäume zu verzögern, hat
das Bedecken des Bodens mit einer starken Stroh - oder Laubschicht
bewährt. Auch Torf kann verwendet werden. Diese Bodenbedeckung
wird im Februar vorgenommen, wenn der Boden noch durchgefroren ist. Die
Bodendecke soll verhindern, das die Erde vorzeitig auftaut. Dadurch
wird der Austrieb etwas hinausgezögert, so das auch das Entfalten
der Blütenknospen später eintritt. Manchmal ist ein Aufschub
von Tagen schon ausschlaggebend.
Bei Pfirsichen an Spalieren verzögert man die
Blütenentfaltung durch das Vorhängen von Bastmatten oder
ähnlichen Stoffen. Damit hält man den Einfluß der
Wintersonne auf den Austrieb zurück und die Blütezeit beginnt
wesentlich später. Damit durch den Wind keine Schäden an den
Knospen entstehen, müssen die Schutzmittel mit dem Abstand vom
Spalier aufgehängt und straff gespannt werden. Auf die gleiche
Weise kann man bei blühenden Spalierpfirsichen ( auch Aprikosen )
Frostschäden verhindern. In diesem Falle sind die Decken aber nur
über Nacht aufzuhängen, damit der Spalierhintergrund
tagsüber durch die Sonne erwärmt wird.
Stachel - und Johannesbeeren treiben sehr zeitig aus, so das
die Frühjahrespflanzung schon Ende Februar vorzunehmen ist. Diese
Beerensträucher und - stämme brauchen keine großen
Gruben. Das Pflanzloch wird nur so groß ausgeworfen, das die
Wurzeln bequem hineinpassen. Bei minderwertigen Boden ersetzt man den
Aushub durch ungesiebte Komposterde. Stalldünger gibt man nicht in
das Pflanzloch, sondern deckt damit nach dem Pflanzen die Pflanzstelle
ab. Er verhindert, das die im Wurzelbereich liegende Erde nach dem
Angießen schnell austrocknet und fördert das rasche
Einwurzeln der Pflanze. Über den Pflanzschnitt ist bei der
Herbstpflanzung im Oktober nachzulesen.
Bei Himbeeren kann man gegen Ende Februar die Ruten etwas
kürzen, was zu einem stärkeren Austrieb anreizt. Himbeeren
bringen ihre Blüten an kurzen Trieben hervor, die aus den Augen an
den einjährigen Ruten enstehen. Beim Kürzen wird nur die
äußerste schwache Spitze der Ruten entfernt. Wo die Ruten
nicht sehr stark mit kräftigen Augen besetzt sind, schneidet man
die Spitzen nicht ab, sondern biegt sie in einem Bogen etwas nach
unten. Dadurch werden auch die tiefer stehenden Augen zum Antrieb
gebracht.
Das Pflanzen von Obstbäumen wird durch Zuschütten
der im Januar oder früher ausgeworfenen Pflanzgruben vorbereitet.
Soweit das noch nicht geschehen ist, wird mit dem Zuschütten eine
Bodenverbesserung verbunden. Sie erweist sich vor allem dort als
vorteilhaft, wo nur eine schwache Schicht Kulturerde vorhanden und die
darunter liegende nicht viel wert ist. Ob man zum Bodenverbessern Torf,
Misterde oder Kompost verwendet, spielt eine untergeordnete Rolle.
Einer oder auch mehrere Stoffe werden mit dem Aushub außerhalb
der Grube gemischt. Das Untermischen von Mineraldüngern ist
möglich. Man gibt sie aber besser später von oben. Das
rechtzeige Füllen der Pflanzgruben bewirkt, das die
eingefüllte Erde bis zum Pflanzen etwas zusammen sackt.
Andernfalls senkt sich der gepflanzte Baum mit und steht dann zu tief.
Die im Januar vorbereiteten Baumpfähle muß man
nach dem Einfüllen der Erde so einschlagen, das sie mit der Spitze
möglichst noch im festen Untergrund stehen. Sie haben dadurch
einen besseren Halt. Außerdem können sie nicht absinken,
wenn die eingefüllte Erde zusammen sackt. Die Pfähle
müssen bis dicht unter den untersten Kronentrieb reichen. Beim
Einschlagen läßt man sie etwa 10 cm länger als die
vermutlichen Stammhöhe. Die richtige Höhe erhalten sie dann
erst beim Pflanzen. Das ist besser, als wenn man sie später
hochziehen muß, denn dabei werden sie locker. Natürlich kann
man die Pfähle auch erst beim Pflanzen einschlagen, vor allem wenn
es sich nur um einige Bäume handelt. Auf jedenfall ist zu
beachten, das der Baum an den Pfahl gepflanzt wird und nicht umgekehrt.
Mitte Februar ist der letzte Termin, den Stammschutz zum Verhüten von Frostschäden anzubringen.
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